Dritter Tag - Schlaf auf dem Tisch
Nach dem unstrukturierten Abgehänge des zweiten Tages ist heute ein Tag mit ein bisschen mehr Struktur. Nach dem längeren Schlaf am Morgen bin ich auch einigermaßen wach.Dementsprechend unproduktiv ist dann auch das Schläfchen um 10:00. 20 Minuten ruhig im Bett gelegen, ohne wirklich zu schlafen. Einmal im Monat treffen wir uns Sonntags mit einigen Familien zum gemeinsamen Mittagessen und Zusammensein. Heute wollen wir bei diesem Treffen auch unsere gemeinsame jährliche Fahrt besprechen. Das kollidiert natürlich genau mit meinem Schläfchen um 14:00. Aber was solls. Wenn der Schlafplan nicht flexibel ist, dann muss ich eben flexibel sein.
Das Treffen ist sehr nett, das Mittagessen ist prima, die Kinder spielen schön, wir besprechen unsere Fahrt. Schon seit einigen Jahren fahren wir in ein kleines Tagungshaus bei Borschemich. Weil das Haus ein altes Kloster ist, verfallen wir diesmal auf die Idee, uns thematisch mit dem Klosterleben auseinanderzusetzen. Schweigestunden, Bier brauen, einfaches Leben, gutes Essen sind Sachen, die uns dazu einfallen. Das wird sicher schön.
Die Zeit für mein Schläfchen naht. Ich habe mir als Vorbereitung ein kleines Kissen mitgebracht, verabschiede mich kurz, gehe in einen Nebenraum, setze mich da hin, Kopf auf den Tisch, Kissen drunter. Wecker stellen. Dazu angeregt hat mich die Beschreibung von PureDoxyk wie sie mit ihren Kommilitonen mittags ihre Schläfchen in der Bibliothek gemacht haben und als “sleeping herd” bezeichnet wurden. Aber die Bibliothek ist wohl doch leiser. Man hört recht deutlich die Kinder, die Autos, die draußen vorbeifahren. An Schlaf ist nicht wirklich zu denken, obwohl es nicht so unbequem ist, wie es sich anhört. 20 Minuten Ruhephase eben. Ich musste darüber nachdenken, ob in den 20 Minutenpausen auch mit enthalten ist, dass man Zeit zum Einschlafen braucht. Das dauert bei mir oft schon ein paar Minuten. Vielleicht sollte ich meinen Wecker besser auf 25 Minuten stellen für die nächsten Pausen.
Obwohl ich nicht wirklich geschlafen habe, war die Pause aber nicht schlecht. Als ich dann zurückkam, hatten die anderen allerdings schon aufgeräumt und viele waren schon weg. Ich hatte noch eine interessante Diskussion mit einer Freundin nachdem sie mitbekommen hat, dass ich nebenan meine Schlafpause gemacht habe, darüber, was denn der polyphasischen Schlafzyklus bringt. Dazu werde ich wohl noch einen Extrabeitrag schreiben. Der Rest des Tages war wenig ereignisreich. Mit den Kindern Sterne gebastelt, immerhin rückt die Zeit für Weihnachtsdekoration immer näher. 18:00 Schläfchen, diesmal sogar mit einschlafen, der Schlaf aus dem Mittagsschlaf fehlte wohl doch.